Radtour #3: Die neue Panoramarunde um Aalen

Radtour #3: Die neue Panoramarunde um Aalen

Radtour #3: Die neue Panoramarunde um Aalen

Die „Panoramarunde“ ist eine 50-Kilometer-Tour rund um Aalen, die speziell für Radler konzipiert worden ist. Was ist anders im Vergleich zum deutlich kürzeren „Aalener Panoramaweg“, den wir 2016 für diese Serie abgefahren sind? Wir haben die neue Tour getestet – und ein paar kleine Änderungsvorschläge.

  1. Der Aalener Panoramaweg, rund 30 Kilometer lang, ist als Wanderweg gedacht, aber mit einem ordentlichen Rad (Trekking- oder Mountainbike) fast durchgängig fahrbar. Mit der neuen, 50 Kilometer langen „Panoramatour“ wollten die Touristik-Planer der Stadt Aalen ein Angebot speziell für Radfahrer schaffen. Eine Strecke, die fahrtechnisch einfacher ist und keine so heftigen Steigungsstücke aufweist wie der Panoramaweg. Und die einige ganz neue Abschnitte hat: ein weiter Bogen ins Welland über Dewangen, Fachsenfeld, Onatsfeld, Wasseralfingen erweitert die Runde, außerdem wird bei Oberalfingen und in Unterkochen jeweils eine Schleife angehängt. Fast deckungsgleich sind beide Routen im Osten der Stadt (am Braunenberg entlang, über Röthardt, Himmlingen und Birkhof).
    BILD1

    Foto: Oliver Giers
    Die Route: 50 statt 30 Kilometer. Neu ist ein weiter Bogen ins Welland – und zwei Schleifen bei Oberalfingen und Unterkochen.

     

  2. Der Panoramaweg besticht durch umfassende Beschilderung. Die vielen handtellergroßen Schilder mit weißem Aal auf rotem Grund machen die Orientierung leicht. Die Wegweisung auf der Radrunde sieht fast genauso aus. Der Unterschied: die Grundfarbe ist blau statt rot. Allerdings muss man genauer  hinschauen, denn die meisten Hinweise sind nur halb so groß wie die Wanderweg-Schilder. Der Grund: Die Planer führen die Route auf beaufweist stehenden und als solchen ausgeschilderten Radwegen (grüne Schrift, grüne Pfeile auf weißem Grund). Statt eigener Schilder tat’s somit auch ein Aufkleber aufs bestehende Radwege-Schild – deutlich kleiner ausgefallen, damit dieses nicht zu sehr zugepflastert wird. Trotzdem kann man sich gut orientieren: Man muss in der Regel einfach der Radwegrichtung folgen. Aufs Panoramaschild gilt es nur dann zu achten, wenn sich mehrere Radwege kreuzen.
    Bild 2 links (bitte zwei „Einspaltige“ nebeneinander, ausnahmsweise…)

    Foto: Oliver Giers
    Die Beschilderung: Die Panorama runde ist, in beiden Richtungen, genauso gut ausgewiesen wie der Panoramaweg. Nur die Aal-Schildchen sind kleiner.

    Bild 2 rechts

    Foto: Oliver Giers

     

     

     

     

     

     

     

     

  3. Die Planer haben sich bei der Umwandlung der Panoramaweg-Idee fürs Fahrrad offensichtlich von drei Annahmen leiten lassen:
    a) Radler fahren gern längere Strecken als 30 Kilometer.
    b) Sie schätzen es, wenn Steigungen möglichst sanft und nicht zu häufig sind.
    c) Sie rollen lieber auf Asphalt denn auf Schotterwegen. Damit sind die wesentlichen Unterschiede genannt: Die Streckenlänge ist gewachsen, die Summe der Höhenmeter nicht. Und es gibt nur wenige Abschnitte auf Schotterwegen (vier Passagen mit insgesamt rund zwei Kilometer Länge). Der Komfortgewinn hat auch seine Nachteile: Es gibt mehr Abschnitte, die durch panoramamäßig wenig ergiebige Wohngebiete führen (knapp zehn Kilometer) oder gar entlang (teilweise, aber nicht immer auf separatem Radweg) von gut frequentierten Durchgangs- oder Landstraßen (insgesamt rund fünf Kilometer).

    Bild 3

    Foto: Oliver Giers
    Der Vergleich: Die neue Strecke ist fast durchgängig asphaltiert und hat moderatere Steigungen. Der Komfortgewinn hat aber auch seine Nachteile.

     

  4. Die schönsten Passagen des Panoramawegs – in den Halbhöhenlagen im Osten der Stadt – bekommen auch die Radler auf der Panoramarunde serviert. Sogar mit Zugabe: Während die Wanderer bei Wasseralfingen auf die Halbhöhenlage kommen, gibt’s für die Radler eine fotogene Extra-Schleife, die bei Oberalfingen bergauf führt. Eine gelungene Erweiterung: Die rund 200 Höhenmeter können bei erträglicher Steigung gefahren werden, schöne Weitblicke ins Land belohnen für die Anstrengung. In Unterkochen werden die Radler zur Glashütte geführt und wieder zurück (schön), danach aber durch ein Wohngebiet und über die Brücke, über die auch der Autobahn-Zubringerverkehr von der Bundesstraße her rollt (verzichtbar). Zweiter Kürzungsvorschlag: In Treppach statt zweieinhalb Der-Straße-lang-Kilometer eine direktere Route nach Onatsfeld wählen: an der Kirche links ab. (Die Navigationsdaten für unseren Routenvorschlag gibt es auf www.schwaepo.de und www.tagespost.de)
    Bild 4

    Foto: Oliver Giers
    Unser Fazit: Zwei neue Abschnitte machen Radlern viel Freude, an zwei Stellen empfehlen wir ein wenig abzukürzen.

     

     

     

Die Tour im Überblick

Steckenverlauf:
Unterkochen – Neukochen – Hofherrnweiler – Oberrombach – Hüttenhöfe – Dewangen – Fachsenfeld – Treppach – Onatsfeld – Wasseralingen – Attenhofen – Oberalfingen – Röthardt – Himmlingen– Unterkochen

Kondition:
Mittelschwere Radtour, überwiegend auf Asphalt, mit einer langen Steigung und einigen kurzen Anstiegen.

Landschaft:
Wie reichhaltig unsere Heimat doch ist: Immer wieder gibt’s neue Ausblicke auf den Albtrauf, in kleine Täler und weit ins Land – bis Hohenstaufen, Ellwanger Berge und ins Hohenlohische.

Extra-Tipp:
Wie beim Panoramaweg auch, kann man auf der Rundtour an vielen Stellen einsteigen. Wer in Unterkochen im Ort startet und im Uhrzeigersinn fährt, der spart sich die schönsten Panorama-Kilometer (großes Bild) für den letzten Teil der Tour auf.

Ziele, für die sich ein Umweg lohnt:
Schloss Fachsenfeld (500 Meter abseits der Strecke), Besucherbergwerk Tiefer Stollen (etwa 700 Meter abwärts zu fahren)

radtour-2406-uebersicht

Gestaltung: Ricarda Pinzke

 

 

 

Informationen drumherum

Einkehr

Adler in Treppach

Naturfreundehaus Braunenberg (Abstecher bergauf, rund 700 Meter abseits der Strecke)

Naturfreundehaus Unterkochen (Abstecher bergauf, rund 600 Meter)

Karte und Wegbeschreibung im Netz

Ein Video, eine detaillierte Karte plus Wegbeschreibung sowie GPS-Daten zum Download und alle Teile der Serie gibt es im Internet unter www.schwaepo.de und www.tagespost.de.

 

Text: Bernd Müller, Fotos: Oliver Giers.

Adresse

SDZ Druck und Medien GmbH
Bahnhofstraße 65
73430 Aalen
www.schwaebische-post.de
www.gmuender-tagespost.de
www.sdz-medien.de

07361 594 214

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