Radtour: Entspannt der Jagst entlang

Radtour: Entspannt der Jagst entlang

Radtour: Entspannt der Jagst entlang

Vom Jagstursprung bis nach Ellwangen und wieder zurück

An einem gemauerten Quelltopf bei Walxheim, einem 220-Einwohner-Ort, beginnt die Jagst ihren Lauf. Eine Tour, auf der man schön beobachten kann, wie sich das kleine Bächlein entwickelt – und was die Menschen alles mit der Jagst anstellen. 190 Kilometer ist der Fluss lang, wir folgen der Jagst mehr als 30 Kilometer lang.

  1. Eine Baumgruppe inmitten von Feldern, hier also entspringt der längste Nebenfluss des Neckars. Nicht immer allerdings, in diesem Jahr war die Quelle schon im Mai für einige Zeit versiegt. Wir folgen dem Lauf der ganz jungen Jagst 100 Meter „talabwärts“, dann gibt’s keinen Weg mehr am Wasser entlang und wir verlassen wir das Bächlein für eine Weile. Jetzt kommt ein etwas verwinkelter Radweg, dann müssen wir mit der – zum Glück mäßig befahrenen – Straße Vorlieb nehmen. Durch den Zöbinger Forst gibt’s auch einen Weg, aber der bietet unangenehmes Auf und Ab und wenig Orientierung an den vielen Abzweigungen. Am naturnahen Stausee Stockmühle, nach knapp fünf Kilometern, wird die Jagst zum ersten Mal gestaut.
    jagst

    Foto: Oliver Giers
    Der gemauerte Quelltopf der Jagst, westlich von Walxheim (519 Meter über NN). Von hier aus folgen wir dem (späteren) Fluss fast 40 Kilometer weit.

     

     

  2. Über Lippach geht es nach Lauchheim, wer die kleinste Stadt des Ostalbkreises nur vom Vorbeifahren auf der B29 kennt, wird vom schönen historischen Ortskern überrascht sein. Im Ort rechts abwärts, nun geht es in einigem Abstand dem Flüsschen – bei drei Metern Breite wird ein Bach übrigens begrifflich zum Fluss – entlang nach Westhausen, wir folgen dem Radweg in Richtung Ellwangen. Nun wird der Weg bald so, wie man sich das als Fluss-Radler vorstellt. Durch die Auenlandschaft beim „Vorbecken Buch“ geht es bis zum Rainau-Buch-Stausee, dort kann man entweder zügig rechtsrum fahren oder am linken (Freizeitangebots-) Ufer verweilen. Das Flüsslein muss an dieser Stelle schon schaffen: Am Auslass des Stausees (Kilometer 22 unserer Tour) wird das Jagstwasser zur Energieerzeugung genutzt.
    OLYMPUS DIGITAL CAMERA

    Foto: Oliver Giers
    Rund 20 Kilometer nach der Quelle kann man sehen, was die Menschen mit der Jagst anstellen: Hier am Auslass des Bucher Stausees zum Beispiel Energie gewinnen.

     

     

  3. Weiter geht es am ausgeschilderten Radweg durchs Tal bis nach Ellwangen, der zweitgrößten Stadt, die an der 190 Kilometer langen Jagst liegt. Während Kirche und Schloss sichtbar werden, zeigtein Schild mit EU-Flagge, dass der „Europäische Landwirtschaftsfonds“ hier die „Ökologische Durchgängigkeit“ der Jagst gefördert hat. In Ellwangen bietet sich ein Abstecher an – zum Stadt anschauen und/oder etwas essen und trinken. Dann heißt die Richtung auf den Schildern „Rindelbach/Crailsheim“, noch rund 3,5 Kilometer, bis wir das Tal endgültig verlassen. Die Jagst, jetzt rund 10 Meter breit, ist so erwachsen geworden, dass sie nüchternen Realitäten ins Auge sehen muss: etwa an der Kläranlage in Schönau. Bei den Kalkhöfen führt der Radweg vom Fluss weg.
    OLYMPUS DIGITAL CAMERA

    Foto: Oliver Giers
    Kurz vor Ellwangen: An der zweitgrößten Stadt, die an der Jagst liegt, haben wir etwa die Hälfte unsere 60-Kilometer -Tour geschafft – ideal, um in der schönen Innenstadt eine Pause einzulegen.

     

  4. Nun wird aus unserer Fluss-Radtour eine Seen-Tour, wobei das eine mit dem anderenzu tun hat: Die Seen, die wir jetzt passieren, dienen in der Regel dem Hochwasserschutzan der Jagst. Als erstes radeln wir am Fischbachsee entlang, später wird die A 7 unterquert und wir kommen zum Muckenweiher, nach einem Kilometer folgt schon der Haselbachsee (Kilometer 46), wo wir den idyllischen Weg rechts herum nehmen. 800 Metern weiter ist der Stausee Rötlen erreicht, an dem wir zur Abwechslung links herum fahren. Nach Fluss- und Seenradeln kommt nun zwischen Rötlen und Pfahlheim Hochebenenradeln; Spaß macht das vor allem dann, wenn man Rückenwind aus Westen hat. Über Pfahlheim fahren wir zurück nach Walxheim.
    OLYMPUS DIGITAL CAMERA

    Foto: Oliver Giers
    Nach 36 Kilometern wandelt sich die Fluss-Radtour zur Seen-Tour – als erstes kommt man am Fischbachsee vorbei.

     

Die Tour im Überblick

Steckenverlauf:
Jagstquelle Walxheim – Lauchheim – Stausee Rainau/Buch – Schwabsberg – Schrezheim – Ellwangen – Ellwanger Seen – Pfahlheim – Walxheim

Kondition:
Leichte, gegen Ende mittelschwere Tour – die erste ernsthafte Steigung kommt nach 35 Kilometern

Landschaft:
Das wenig verbaute Jagsttal erfreut den Radler immer wieder mit idyllischen Abschnitten

Sehenswürdig:
Innenstadt Lauchheim, Stadt Ellwangen

Extra-Tipp:
Ab Ellwangen kann man die Tour geschickt um gut 10 Kilometer kürzen: Marktplatz – Neunheim – Neunstadt – Schlierbachsee – Rötlen

Ziele, für die sich ein Umweg lohnt:
Römisches Kastell Schwabsberg/Buch, Limestor Dalkingen

 

radtour-serie3

Gestaltung: Ricarda Pinzke

 

 

Informationen drumherum

Einkehr

Kiosk am Stausee Rainau-Buch (Info-Telefon 0152-33871641)

In Ellwangen gibt’s viele Möglichkeiten: Gasthäuser, Cafés, Bäckereien

Haselbachsee: Restaurant beim Campingplatz Sonneneck (Tel. 0 79 65 / 80 20 16)

 

Karte und Wegbeschreibung im Netz

Eine Multimedia-Reportage, eine detaillierte Karte plus Wegbeschreibung sowie gps-Daten zum Download gibt es im Internet unter www.schwaepo.de und www.tagespost.de.

 

Text: Bernd Müller, Fotos: Oliver Giers.

Adresse

SDZ Druck und Medien GmbH
Bahnhofstraße 65
73430 Aalen
www.schwaebische-post.de
www.gmuender-tagespost.de
www.sdz-medien.de

07361 594 214

Impressum

Unsere neue Beiträge

Kommentare

Wir möchten einen fairen und respektvollen Umgang unter den Usern. Daher werden Kommentare von uns vor der Veröffentlichung geprüft und freigegeben (freigabeberechtigt sind die Autoren der kommentierten Beiträge und Inhalte, sowie die Administratoren von www.aalen-erleben.de).

Team Aalen-erleben